Veränderungen

Veränderung ist ein Grundprinzip menschlichen Lebens. Aber oftmals tun wir uns schwer damit.

Veränderungen sind immer auch eine Chance auf persönliches Wachstum. Sie fordern uns auf zu lernen und „umzulernen“. Im Rahmen von Wandlungsprozessen werden wir uns unweigerlich neuen Situationen, Methoden und Sachverhalten stellen müssen. Wir sind angehalten „neu zu schauen“, flexibel und besonnen zu bleiben und umzugestalten.

„Das Gegenteil von Veränderung ist Leiden. Ein Mensch leidet, wenn er sich zwanghaft von jedem Ändern abhält. Jedes Ändern ist ein Schritt nach vorne, weil wir leben. Leben heißt ändern. Wer nicht lebt, leidet.“

(Joey Potter)

Das Leben bedeutet Wandel, nichts bleibt, wie es einmal war, nichts ist statisch.

Wo sich der innere Raum für die Möglichkeiten des Lebens in seiner Vielfalt erweitern kann, entstehen Gefühle von Authentizität und Daseinsfreude.

Wenn Veränderung so essenziell und unabwendbar ist und uns voranbringt und wachsen lässt: Warum haben wir dann oft so viel Angst vor dem Fluss des Lebens?

Wenn sich alles stetig verändert, können wir uns an nichts festhalten. Manchmal scheint das so, als würden wir den Boden verlieren. Dieses Gefühl löst Angst aus.

Yoga gegen Angst

Yoga hilft gegen diese Angst vorm Leben. Es holt uns körperlich und seelisch aus unseren Mustern und Gewohnheiten heraus. Wir lernen mit unserem Körper, durch unseren Körper uns immer wieder neu zu orientieren.

In herausfordernden Stellungen lernen wir Geschicklichkeit und die Fähigkeit neue Blickwinkel einzunehmen und manches Mal auch über sich hinaus zu wachsen. Balancen bieten uns die Möglichkeit nach einer gewissen Anpassung zu suchen, Dehnungen verleihen uns Geduld und die nötige Draufsicht, um angemessen auf die Dinge reagieren zu können. Stehende Positionen lassen uns wach sein, offen sein. Hier haben wir den meisten Bewegungsraum und können in spielerischer Art experimentieren, Variationen finden. In Rückbeugen kommen wir in Kontakt mit unserem Herzen.  Hier finden wir Antworten auf unsere Fragen. Drehungen und Umkehrhaltungen gewähren uns eine neue Sicht. Wir sehen die Dinge aus einer anderen Perspektive und weiten so unseren Geist. Im Atem erkennen wir, dass alles fließt und dass wir darauf vertrauen können, dass nach dem Ausatmen das Einatmen geschieht- ganz von selbst. Und auch wenn jeder Atemzug anders ist, trägt uns der Atem unablässig und zuverlässig. Wir müssen nichts dafür tun. Dieses stete Auf und Ab des Atems spiegelt die stete Bewegung und Veränderung.

Auf der Yogamatte können wir ganz viel über das Leben lernen. Erfahrungen auf der Matte können wir in den Alltag transportieren. Yoga berührt, bewegt, beflügelt uns, wenn wir uns darauf einlassen.

Wechseljahre – Ernährung und Yoga

Wechseljahre bezeichnen eine Lebensphase, in der sich der Körper auf ein neues hormonelles Gleichgewicht einstellt. Dabei ist diese hormonelle Umstellung mit mehr oder weniger vielfältigen Beschwerden verbunden. Mit bewusster Ernährung und einem gesunden Lebensstil kann in dieser unruhigen Zeit die Balance gehalten werden. Genussvoll und achtsam dem neuen Lebensabschnitt begegnen, erleichtert manches kleine Übel und macht fit und zufrieden bis ins hohe Alter.

Gesunde Ernährung für die Wechseljahre

Gesunde Ernährung hat einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität. Pflanzliche Lebensmittel wie Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln, Reis und viel frisches Obst und Gemüse stehen hier im Mittelpunkt. Diese Produkte liefern je nach Zubereitung wenig Kalorien, aber viel Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Eiweißbausteine halten Haut und Muskulatur in Form. Dem Abbau von Bindegewebe kann mit regelmäßiger Aufnahme von eiweißreichen Lebensmitteln zum Teil entgegengewirkt werden. Zu den idealen Eiweißlieferanten zählen Fisch, mageres Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Vollkorngetreide, Nüsse und Gemüse. Auf einen moderaten Fettkonsum sollte stets geachtet werden – pro Tag sollten maximal zwei Esslöffel Streichfett und zwei Esslöffel hochwertiges Pflanzenöl verzehrt werden. Beim Pflanzenöl ist auf einen großen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zu achten wie er in Oliven-, Raps-, Walnussöl vorkommt. Zucker sollte nur als „Gewürz“, also in Maßen verwendet werden. Für einen guten Flüssigkeitshaushalt sollten mindestens zwei Liter pro Tag getrunken werden. Figur freundliche Getränke sind Wasser, Saftschorle, Früchte- oder Kräutertee.

Bewegung in den Wechseljahren

Beweg­ung in den Wechsel­jahren kann das eige­ne Wohl­befinden nach­haltig steig­ern. Zu­mal ist es wichtig die Ver­änder­ung­en zu Akzept­ieren und mit Ge­lassen­heit zu sehen. Yoga bietet den per­fekt­en Mix aus aktiv­er Dehn­ung und Entspann­ung und sorgt da­durch für innere Ruhe und Ba­lance.

Hormon Yoga

Mit Hormon Yoga gibt es ein spezielles Übungsprogramm für die Wechseljahre. Entwickelt hat diese Yoga-Form die Brasilianerin Dinah Rodrigues. Mit Mitte 60 hat sie ein Programm entwickelt, das Elemente aus den verschiedensten Yoga-Richtungen vereint. Gemeinsam ist den Übungen, dass sie gezielt auf die Eierstöcke, die Schilddrüse, die Hirnanhangdrüse und die Nebennieren wirken. Das bringt die körpereigene Hormonproduktion wieder in Schwung, man fühlt sich vitaler, Beschwerden lassen deutlich nach – natürlich nur, wenn man regelmäßig trainiert.

Tipp für Interessierte: Die von Autorin Dinah Rodrigues entwickelten Yoga-Übungen zur hormonellen Balance in den Wechseljahren.

Hier der Link zu Amazon.

Kundalini-Yoga

Kundalini-Yoga ist eine Yoga-Praxis zu Steigerung der Lebensenergie (Prana). Kundala bedeutet aufgerollt. Verschiedene Yoga-Traditionen verwenden den Begriff Kundalini-Yoga in unterschiedlichen Ausprägungen. Es ist eine Yoga-Praxis, die besonders im Tantrismus eine wichtige Rolle spielt. Ähnliche Formen sind Laya-Yoga oder Tantra-Yoga. Auch im Sikhismus kennt man eine spezifische Form des Kundalini-Yoga. Yogi Bhajan hat sie in den Westen gebracht. Ebenso spielt auch im Kriya-Yoga die Kundalini eine Rolle.

Spiegel der sieben Chakren

Shakta-Tantra und Kundalini-Yoga wurden zum ersten Mal in der westlichen Kultur von Sir John Woodroffe unter dem Pseudonym „Arthur Avalon“ in dem Buch „The Serpent Power“ (1919) beschrieben. In dem Buch wurde teilweise einer der wichtigsten Texte des Kundalini-Yoga übersetzt: Das sechste Kapitel von Purnanandas Shritattvacintamani. Dieses Kapitel heißt „Spiegel der sieben Chakren“ (Satcakranirupana) und stellt die detaillierteste und einflussreichste Betrachtung zum Kundalini-Yoga dar.

Ziel des Kundalini-Yoga

Das Ziel des Kundalini-Yoga ist die Erweckung der Kundalini und ihr Aufsteigen durch die Chakren ins oberste Chakra, das Sahasrara, um Erleuchtung zu erfahren: denn im Tantra wird das als Erlangen oder Vereinigung mit Atman, dem kosmischen Bewusstsein (Shiva) mit der göttlichen Energie (Shakti) angesehen. Der Prozess der yogischen Praxis soll dazu dienen, die Nadis und die Chakren zu reinigen und letztere zu öffnen, damit die aufsteigende Kundalini nicht blockiert wird. Mit jedem Chakra sind nach der tantrischen Lehre ein bestimmter Bewusstseinszustand assoziiert. Zur Praxis gehören Asana, Pranayama, Mudras, Mantras und Visualisierungen.

Das Aufsteigen der Kundalini soll schließlich zu Samadhi und Mukti führen, und es wird angenommen, dass beide nicht ohne die Erweckung der Kundalini möglich seien. Auch andere Yogaformen wie Bhakti-Yoga oder Raja-Yoga können nach den yogischen Lehren zum Aufstieg der Kundalini führen. Wichtig beim Erwecken der Kundalini ist nach diesen Lehren die Reinheit des Körpers, der Nadis, des Geistes und des Intellekts, so dass viele Methoden der vorbereitenden Reinigung dienen.

Im Westen verbreitete Form

Sehr verbreitet ist im Westen eine Form des Kundalini-Yoga, die von dem Sikh Yogi Bhajan gelehrt wurde. Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, aber auch dem Hatha-Yoga verwandte Asanas. Die Meditation legt den Fokus auf Mantren, die aus dem Sikhismus stammen und sich auf den Guru Granth Sahib beziehen oder direkt daraus übernommen wurden. Auch Mudras, Pranayama, innere Konzentrationspunkte und Bandhas werden verwendet. Typisch für diese Form des Yoga ist die häufige Praxis des Feueratems.

Übungsreihe im Kundalini-Yoga

Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet. Eine typische Kriya besteht z. B. aus 45 Minuten körperlichen Übungen und Haltungen, kombiniert mit Pranayama, Konzentration auf das sogenannte „Dritte Auge“, dem Mantra Sat Nam („wahre Identität“), auf das sich beim Einatmen und Ausatmen konzentriert wird. Dann folgen 15 Minuten Entspannung im Liegen und einer daran anschließenden Meditation (z. B. mit Mantren).

Praktizieren Sie Kundalini-Yoga nicht ohne kompetente Anleitung. Es gibt deutschlandweit Zentren, die sich auf die Praxis von Kundalini-Yoga spezialisiert haben.

Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Kundalini-Yoga

Kinder – Yoga und Ernährung

Kinder sind heutzutage oft überfordert. Der Alltagsstress und die ständige stetig wachsende Reizüberflutung tragen ihren Teil dazu bei. Sich selbst und die Umwelt wahr zu nehmen, einfach nur Zeit zu haben zum Spielen, Lachen und Toben – oft bleibt zu wenig Zeit dazu.

Hier kann Yoga helfen, denn Yoga bietet Kindern die Möglichkeit, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben und gleichzeitig zur Ruhe zu kommen. Dabei geht es nicht um sportliche Leistungsfähigkeit, sondern darum, den eigenen Körper auf spielerische Weise wahrnehmen zu lernen.

Im Kinderyoga werden  Ausdauer und Kreativität gefördert, Konzentrationsschwächen und Haltungsschäden können ausgeglichen werden.

In einer gut geführten Kinderyogastunde werden die positiven Eigenschaften der Kinder gestärkt. Dies trägt dazu bei,  deren Persönlichkeiten zu entwickeln und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Yoga für Kinder sollte sich immer an Geschichten orientieren, in denen die einzelnen Asanas phantasievoll eingebaut werden. Die Kinder pflegen meist einen kreativen Umgang mit den Asanas, die allein schon durch die Namen zur Nachahmung herausfordern. So begeben sie sich z.B. nicht in die Stellung des herabschauenden Hundes, sie sind in diesem Moment der Hund. Und so kann es auch wunderbar laut werden während einer Kinder Yogastunde, wenn die „kleinen Hunde“ bellend durch den Raum flitzen. Zum Nachspüren wird es dann wieder ganz still. Anspannung und Entspannung sind wichtige Aspekte, die im Yoga vermittelt werden.

Aber vor allem macht Yoga Spaß und Kinder lieben Spaß!

Kinder und Ernährung

Erhalten Kinder eine ausgewogene Ernährung, sind  alle Nährstoffe enthalten, die für ein gutes Wachstum notwendig sind. Eine gute Ernährung lässt sich am kindlichen Bewegungsverhalten erkennen. Spiel, Spaß und Bewegung braucht gute Nahrung. Zudem haben Kinder ein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl, welches individuell zu beachten ist. Setzen Sie auf die Neugierde Ihrer Kinder. Noch nicht bekannte Lebensmittel sind ein wunderbares Betätigungsfeld für Eltern, Kinder an die Vielfalt der gesunden Ernährung zu gewöhnen. Gerüche, Farben, Zusammensetzungen und Geschmäcker der verschiedensten Lebensmittel wecken die Neugier  und laden zum Probieren ein. 

Bieten Sie Ihren Kindern für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Wasser, ungesüßte Tees und/oder Fruchtsäfte in Maßen an.

Bereiten Sie mit Ihren Kinder die Mahlzeiten gemeinsam zu – frisch, saisonal und einfach.

Und lassen Sie gemeinsames Essen zu Ritualen werden, eine besondere Familienzeit, die allen gut tut.

Auf der Seite: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/kinder-jugendliche/ finden Sie viele wertvolle Tipps für eine kindgerechte Ernährung.

Yoga und Urlaub – Zeit für etwas Besonderes

Der Sommer ist da, die Ferienzeit beginnt und der Urlaub soll wieder ein besonderes Erlebnis werden. Begeben Sie sich doch einmal auf eine spannende Reise zu sich selbst.
In den Yogaferien können Sie entspannen, sowie Körper und Geist in Einklang bringen.
An wunderschönen Orten können Sie zur Ruhe kommen und die Aufmerksamkeit ganz auf sich selbst lenken.
Sie können verschieden Yogastile und Meditationstechniken erlernen und tolle vegetarische und vegane Küche genießen.
Natürlich bleibt Ihnen auch genügend freie Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen oder einfach die Seele baumeln zu lassen.
So werden Sie zurückfinden zu Ihrer inneren Mitte. Sie werden sich wieder auf Ihre Stärken und Potentiale besinnen können und einfach Freude erfahren.

Egal, für welchen Yoga-Urlaub Sie sich entscheiden, ausschlaggebend für einen nachhaltigen Erfolg ist Yoga kombiniert mit einer Menge Spaß.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des YOGA … eine Reise voller Möglichkeiten!

Yoga und Urlaub; Foto: Katrin Christel

Nützliche Adressen für Yogaferien:

www.yogareisen.com
www.yogaammeer.de
www.yoga-und-reisen.de

MEDITATION – eine Reise in die Stille

Der Begriff „Meditation“ umfasst ein weites Spektrum von Möglichkeiten – ähnlich wie das Wort „Reisen“.

Reisen kann bedeuten, dass man sich ins Auto oder aufs Fahrrad setzt, zu Fuß geht oder fliegt. Fast immer gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten, um an ein Ziel zu gelangen.

Analog zu den verschiedenen Arten des Reisens gibt es verschiedene Arten des Meditierens. So wie man das Fortbewegungsmittel für eine Reise entsprechend persönlichen Neigungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen aussucht, geht man auch bei der Meditation vor.

Der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker  umschreibt  das Meditieren so:

„Es ist ein Stillwerden des bewussten Getriebes und es meldet sich, es zeigt sich etwas, was auch immer vorher da war. Man wird durch die Meditation kein Anderer, sondern der, der man immer gewesen ist. „

Welche Ziele verfolgt die Meditation?

Traditionell dient sie der spirituellen Entwicklung. Heute liegt das Hauptaugenmerk auf dem Gesundheitsaspekt. Meditieren hat sich als Anti-Stress-Mittel erwiesen und regt darüber hinaus die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

Wer meditiert verlässt die gewohnte  Ebene des Wachbewusstseins  und begibt sich in bisher unerforschte Gebiete seiner Persönlichkeit, was bedeutet: Das Bewusstsein wird gleichzeitig erweitert, vertieft und erhöht.

Die Meditation erreicht alle Ebenen unserer Persönlichkeit.

Meditation kreiert nie etwas völlig Neues, es handelt sich bei ihr auch nicht um pure geistige Gymnastik oder um eine Übung zur Entspannung – sie beinhaltet all dies und geht weit darüber hinaus. Wer sie erfahren will, muss sie praktizieren.

Meditation ist ein Weg zum totalen Bewusstsein, zur umfassenden Wahrnehmungsfähigkeit. Mit ihrer Hilfe gelingt es, ein Sperrgebiet zu betreten, in dem bislang unerschlossene Ressourcen der Persönlichkeit lagern.

Befreiung von Ängsten durch Meditation

Durch die tiefe innere Ruhe, die beim Meditieren entsteht, verschwinden  Ängste und Verkrampfungen. Gedanken und Wünsche, die bisher stark angstbelegt waren, haben durch die beim Meditieren geförderte wertfreie Haltung die Chance, aufzutauchen.

Mit Hilfe der Meditation machen wir uns auf den schwierigen Weg, unser Wesen in seiner ganzen Fülle zu erkennen. Darauf muss gefasst sein, wer sich mit ihr einlässt, denn ganz gleich aus welchen Gründen wir das Meditieren beginnen – es gibt uns immer mehr, als wir erwarten.

Die Rishikesh-Reihe – Gesundheit für Körper und Geist

Die Rishikesh-Reihe ist eine Abfolge von Yogastellungen (Asana) im Hatha-Yoga in der Tradition von Swami Sivananda. Sie ist benannt nach dem indischen Ort Rishikesh.

Aufgrund ihrer wunderbaren Wirkungen auf alle Organe und Organsysteme, sowie auf die feinstofflichen Strukturen des Menschen, ist die Rishikesh-Reihe heute vermutlich die weltweit am meisten geübte Asana-Reihe. Ausgehend von einer einfachen Grundformel mit zwölf Stellungen erlaubt sie mit zahlreichen Variationen der Stellungen eine große Vielfalt und Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten.

Ihre außergewöhnliche Kraft und Wirksamkeit leitet die Rishikesh-Reihe von zwei Faktoren ab:

1. Stellungen

Es sind in einem Minimum von unterschiedlichen Stellungen alle wesentlichen Attribute der Asanas vorhanden: Beugungen, Streckungen, Umkehrhaltungen, kraftfördernde Übungen und Gleichgewichtsstellungen.

2. Aufbau der Übungen

Der Aufbau der Übungssequenz folgt einer klaren Grundidee: Nach dem Aktivieren des Körpers mit dem Surya Namaskar (Sonnengruß) beginnt man, die einzelnen Chakras von oben nach unten durchzugehen. Zudem gleicht die jeweils folgende Stellung (Asana) die vorherige Stellung aus.

Die 12 Asanas der Rishikesh-Reihe sind:

  1. KopfstandRishikesh-Reihe
  2. Schulterstand
  3. Pflug
  4. Fisch
  5. Vorwärtsbeuge
  6. Kobra
  7. Heuschrecke
  8. Bogen
  9. Drehsitz
  10. Krähe
  11. stehende Vorbeuge
  12. Dreieck

Alle Grundstellungen können an die jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Übenden angepasst werden. Den zahlreichen Variationen sind keine Grenzen gesetzt.
Das Praktizieren ist kraftvoll und konzentriert. Spannung und Entspannung wechseln ab und alle Ebenen unseres Seins – Körper, Geist und Seele – werden wunderbar zentriert.

Achtsam in das Jahr neue Jahr

Das Neue Jahr hat begonnen – lassen Sie Achtsamkeit einkehren…

Zu selten sind wir wirklich bei dem was wir gerade tun. Oft beschäftigen wir uns in unseren Gedanken mit Vergangenem oder Zukünftigem, so „stolpern“ wir durch unsere Tage und verlieren uns im „Gestern“ und „Morgen“. Wir „funktionieren“ und unsere Freude am Leben wird vom eigenen Hamsterrad aufgerieben.

Die Achtsamkeit kann uns die Tür öffnen – in die Gegenwart. Unser Leben findet JETZT statt.

Achtsam SEIN bedeutet, bewusst unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welche Gedanken, Bilder, Gefühle und Körperempfindungen gerade im jeweiligen Moment in uns sind. Dies beobachten wir neugierig und gelassen, ohne gleich zu vergleichen oder diese zu bewerten. So können wir immer besser wahrnehmen was in uns ist und sind immer mehr mit unserer gesamten Aufmerksamkeit bei dem, was wir gerade tun.
Wenn wir achtsam den Moment wahrnehmen, eröffnen sich neue Möglichkeiten um uns und andere besser zu verstehen und klarer und bewusster zu handeln.

Achtsamkeit ist ein umsichtiger Lebensstil, eine neue Haltung zum Leben.

Alles, was wir für uns selbst tun, tun wir auch für andere, und alles, was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst.


Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit: Übung – Erkennen und Wahrnehmen

Bewegen sich Erkennen und Wahrnehmen auf gleicher Ebene? Die Wahrnehmung geht noch etwas tiefer, da wir hier auch die Gefühlsebene berühren. Wir erkennen, dass wir hier und da ein Problem haben, aber wir nehmen wahr, dass uns diese oder jene Situation tief berührt.

Die Frage ist: Ist das, was ich wahrnehmen, das was es ist, nämlich die ungefälschte Realität, oder interpretiere ich und verschlimmere somit meine eigene Wahrnehmung?

Wie oft befinden wir uns in einer Situation, die uns schlimm und ausweglos erscheint. Wir beginnen uns traurig, überfordert oder gar ausgeliefert zu fühlen. Haben wir die Möglichkeit, uns für einen Moment aus dieser Situation herauszuziehen, durch bewusstes Atmen, und dadurch unsere Wahrnehmung wieder klarer werden zu lassen? Kann es sein, dass die noch eben unverrückbare schwerwiegende Situation
und der damit verbundene negative Zustand durch Klarheit in unseren Gedanken und Gefühlen erträglicher geworden ist?

Es gilt zu ergründen und zu erkennen, was genau die Situation ist. Bis wann befinden wir uns in einer realen Situation? Und ab wann beginnen wir durch Interpretation, Erwartung, voreilige Schlüsse die Situation zu verändern? Nur durch unser eigenes Zutun, unsere Gedanken, können wir ein Drama kreieren und somit negative Gefühle auslösen. Oder… können wir durch klares Erkennen eine Situation, so wie sie ist annehmen und in Leichtigkeit auflösen. Ein Versuch, immer und immer wieder, ist es Wert.

Weihnachten und Yoga – ich nehm mir was vor?!

Oh, Du fröhliche, stressige Weihnachtszeit … es ist die Zeit, in der die Ausreden kein Yoga zu praktizieren Hochkonjunktur haben. Schluss damit! Yoga tut gut und ist gut – vor allem an Weihnachten.

Übungen im Advent

Weihnachten ist eine besinnliche Zeit und besonders geeignet, um nach innen zu schauen. Außerdem ist es eine Zeit des Umbruchs, Loslassens und der Erneuerung, gehen wir doch in einen neuen Zeitabschnitt hinein. So lässt sich Yoga besonders in der Adventszeit gut in den Alltag integrieren, bietet doch diese besondere Zeit jede Menge Anlässe:

  • Meditieren vor dem Adventsgesteck (Lichtmeditation: konzentriert auf das Kerzenlicht schauen, ohne zu blinzen, beruhigt Geist und steigert die Konzentrationsfähigkeit)
  • kleines Vinyasa während die Plätzchen im Ofen backen (Tadasana-Vorwärtsbeuge – herabschauender Hund, dehnt und streckt und bringt die Flexibilität zurück)
  • Atemübung beim Weihnachtsshopping (ruhig ein- und ausatmen, möglichst jeweils 3-4 Sekunden, spüre die tiefe Bauchatmung und finde zurück zu Deiner Mitte)
  • Los-Lass-Gedanken beim Familienessen (Füße fest auf dem Boden, die Sinne ein wenig zurückziehen, bei jedem Ausatmen „ich lasse los“ denken und lächeln)

Die Weihnachtsfeiertage kann man dann wunderbar nutzen, um jeden Tag mit drei Runden Sonnengrüßen zu beginnen. Das macht wach und bringt die Verdauung in Schwung.

Ein kleiner Geschenktipp zu Yoga Weihnachten:

Manchmal wird selbst dem Weihnachtsmann die Vorweihnachtszeit zu stressig – dann kann nur noch Yoga zu einem entspannten Advent verhelfen! Ob Adventskerze, Christbaumkugel oder Vanillekipferl: keine Übung ist ihm und seinen beiden Mitstreitern, Rentier Toni und Herrn Zwerg, zu schwer! Ein herrlich komisches Weihnachtsbüchlein, illustriert von Monika Rothenaicher. Die perfekte Geschenkidee für alle, die auch an Weihnachten etwas zu lachen haben möchten.

Weihnachts-Yoga: Entspannt durch den Advent
von Monika Rothenaicher (Illustrator)

Eine Anregung zum Jahresausklang:

Beende doch dieses Jahr mit einem besonderen Ritual: praktiziere Sie 108 Sonnengrüße, widme diese einem, etwas Besonderem…ein Geschenk an Dich und mehr.

Namastè

Karma Yoga

Der Begriff „Karma“ leitet sich aus der Sanskritwurzel kri ab, was „Handlung“ bedeutet. Karma Yoga ist der Yoga-Weg des bewussten, achtsamen und erwartungslosen Handelns, der in vollkommenster Weise die anderen Yoga-Wege ergänzt.

Im „Geist des Yoga“

Wer kann sechzehn Stunden täglich für Yoga-Übungen aufbringen? Wir können zwei, vielleicht sogar drei oder vier Stunden täglich üben, aber wenn wir die restliche Zeit des Tages von unserem „Yoga-Planeten“ heruntersteigen und ein ganz anderer Mensch sind, so werden die Übungen keinen wirklichen Erfolg erbringen können. Doch wenn wir die gesamten restlichen Stunden des Tages weiterhin im „Geist des Yoga“ bleiben, sozusagen die in den Übungen erzeugte Schwingung sich fortsetzt, so kann die volle Kraft des Yoga wirklich zu greifen beginnen!

Absicht des Handelns

Alle spirituellen Traditionen stimmen darin überein, dass die Mechanik unseres Schicksals auf der materiellen und geistigen Ebene von der Qualität der Handlungen des Menschen, oder, genauer gesagt, von seiner Absicht, abhängt.

Karma Yoga ist die Kunst und Wissenschaft karmisch bewusster und verantwortlicher Handlung und Absicht. Er erfordert eine vollständige Umwandlung der menschlichen Natur, denn er verlangt, dass jede Handlung einer Disposition entspringt, welche von unserer gewöhnlichen geistigen Einstellung stark abweicht.

Quelle der Kraft

Handlungen, die im Geist der Selbst-Hingabe durchgeführt werden, haben überaus positive Wirkungen. Sie verbessern unsere gesamte Lebensqualität und machen uns zu einer Quelle der Kraft und Reinheit für andere Menschen. Der Grundgedanke ist, dass wir sind, was wir sind, durch das, was wir tun, oder eher, wie wir es tun. In unseren Handlungen drücken wir aus, wer oder was wir sind – wir externalisieren unser inneres Sein, und die Handlungen werden zum Ausdruck unseres Wesens.

Karma Yoga verlangt viel mehr als nur, seine Pflicht zu erfüllen. Er geht auch über konventionelle Moralität hinaus und ist von einer profunden spirituellen Haltung gezeichnet.
Die „leichte“ Disziplin dieses Yoga-Weges wird, wenn sie bewusst und ernsthaft angewendet wird, zu einer herausfordernden spirituellen Praxis der Selbst-Transzendenz. Er ist der am direktesten mit dem täglichen Leben verbundene Yoga-Weg. Das große Ideal des „Nichthandelns im Handeln“ betrifft auch alle anderen spirituellen Disziplinen und ist heute von der gleichen Bedeutung wie zu der Zeit, als die indischen Weisen sie vor gut zweitausend Jahren beschrieben haben.

Georg Feuerstein

Das Gesetz des Karmas besagt:

  • Wir haben das, was uns geschieht, selbst geschaffen.
  • Wir sind verantwortlich für das, was uns in der Zukunft geschieht.
  • Wir wachsen anhand der Erfahrungen. Ereignisse sind nicht als Bedrohung oder Bestrafung anzusehen, sondern als Möglichkeit zum Wachsen.

Die drei Arten von Karma

Sanchita-Karma

Der Vorrat karmischer Schulden , der sich in früheren Geburten angesammelt hat. Sanchita bedeutet angehäuft, gehortet. Sanchita-Karma meint das Karma, welches sich in den vorangehenden Leben angesammelt hat. Es ist die Gesamtsumme aller Handlungen, die wir in früheren Leben begangen haben. Der größte Teil ist uns unbekannt, genauso wie nur wenige von uns sich an vergangene Leben erinnern können. Es ist wie ein Lager, das seit vielen Leben unserem Wesen folgt.

Prarabdha-Karma

Der Teil des früher geschaffenen Karma, der im gegenwärtigen Leben aufgearbeitet werden muss. Prarabdha wird oft mit „Schicksal“ übersetzt. Prarabdha-Karma meint den Teil des Karmas, welchen man im jetzigen Leben zu spüren bekommt und kann gut oder schlecht sein.

Agami-Karma

Neues Karma, das in der gegenwärtigen Geburt geschaffen wird und sich in zukünftigen Leben auswirkt. Das Karma, welches man im jetzigen Leben produziert und sich auf die Zukunft auswirkt. Das Agami-Karma ist das letzte Karma. Es unterliegt ganz allein dem eigenen Handeln, den Entschlüssen und Entscheidungen.

Sanchita und Prarabdha sind vorbestimmt, da sie das Ergebnis unserer vergangenen Handlungen sind. Wir haben keine Kontrolle über sie, weil ihr Ursprung unerreichbar ist.
Durch Agami können wir jedoch eine bessere Zukunft gestalten und auch die Wirkungen von vergangenem Karma ändern.